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Osteopathie - Zen - Dojo

Osteopathie

Die Aufgabe des Arztes ist es, Gesundheit zu finden… Krankheit kann jeder finden!           

(A. T. Still, Begründer der Osteopathie)

       

WAS IST OSTEOPATHIE?

(Quelle: bundesverband-osteopathie.de)

Der Ursprung des Wortes "Osteopathie" stammt aus dem Griechischen: "Osteon" = Knochen und "Pathos" = Leiden (Leidenschaft).

Dies gibt auch Anlass zu missverständlicher Übersetzung und Deutung als "Knochenkrankheit". Still selbst schrieb später dazu: "Das ist ein schwerer Irrtum. Ich dachte an den Knochen als Ausgangspunkt pathologischer Syndrome und daraus entstand dann aus "Osteon" und "Pathos" die Verbindung "Osteopathie".         

Er wählte diesen Namen für sein Therapiekonzept, weil er mit Forschungen am Knochen begann und weil er damit anfing, zunächst das knöcherne Skelett zu normalisieren.

Erst später sah er ein, dass nicht nur Knochen, sondern auch das Verbindungsgewebe zwischen Organen, Muskeln, Sehnen und Bändern durch eingeschränkte Beweglichkeit für Dysfunktionen sorgen kann.         


Leider beschreibt dieser Name "Osteopathie" das ganzheitliche Spektrum des Osteopathen nur ungenügend. Es wäre aber sehr schwierig oder fast unmöglich, einen geeigneten Namen zu finden, der das breite Feld der Osteopathie umfassen würde, also bleiben wir bei der "Osteopathie".




In der Entwicklung der Osteopathie haben sich folgende Gebiete differenziert:         

Parietale Osteopathie:

Untersuchung und Behandlung der Gelenke in Funktion und Beweglichkeit in Abhängigkeit zu anderen Körpersystemen. Verwandte Techniken finden sich in der heutigen Zeit in der Manuellen Therapie und in der Chirotherapie          

Viszerale Osteopathie:

  • Normalisierung der Organbeweglichkeit
  • Unterbrechung von negativen neurovegetativen Afferenzen.
  • Wiederherstellung des internen Organmilieus.

Kraniosakrale Osteopathie:

  • Normalisierung der Mobilität der Schädelknochen.
  • Verbesserung der Liquorzirkulation.
  • Entspannung der Meningealmembranen.
  • Neurovegetative Integration.

Die osteopathische Behandlung folgt dabei den von Dr. Still entwickelten Prinzipien:   
    

Die Struktur und ihre Funktionen beeinflussen sich wechselseitig.
Der Mensch besitzt selbstregulierende und selbstheilende Mechanismen.
Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Geist und Seele.
Der Osteopath berücksichtigt immer die drei erstgenannten Prinzipien.



Es gibt nur eine einzige und einzigartige Osteopathie mit vielen verschiedenen Techniken, deren Stärke aber in ihrer kombinierten Integration und Anwendung in der spezifischen Behandlung des Individuums besteht.  

Eine osteopathische Behandlung versucht manuell Beziehungen zwischen unterschiedlichen Strukturen zu erkennen, um diese dann gegebenenfalls auch zu normalisieren, damit die Gefäßsysteme (=Ernährung und Abfalltransport) und Nerven (=Koordination) wieder ein integrierendes und unterstützendes Gerüst für den Gesamtorganismus herstellen. Das Ziel der Behandlung ist es, ursächliche Krankheitsfaktoren aufzulösen oder abzuschwächen, freie Beweglichkeit der Gelenke und Faszien wieder einzurichten, das autonome Nervensystem auszugleichen, die Körperstatik zu harmonisieren, viszerale Störungen aufzulösen und psycho- emotionale Erleichterung und Entspannung zu erreichen.

Das Muskel- Faszien- Skelett- System ist dabei von zentraler Bedeutung. Aber auch Ernährung, psychische, soziale und andere Lebensfaktoren werden mit berücksichtigt.         

Eine optimale Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Disziplinen ist deswegen sehr wichtig!

       

WANN HILFT OSTEOPATHIE?

Das Ziel der Osteopathie ist die Wiederherstellung der Harmonie des Gesamtorganismus und seiner Selbstheilungskräfte.

Fern von jedem Mystizismus basiert sie auf der äußerst präzisen Kenntnis von Anatomie, Physiologie, Pathologie, Biomechanik, Embryologie usw.

Somit ist Osteopathie ein ganzheitliches Diagnose-  und Behandlungskonzept, das bei vielen Funktiomsstörungen des Organismus jeden Alters seine Anwendung finden kann.


Beispiele für typische Indikationen:

Migräne
Rückenprobleme
Organstörungen
Hörsturz / Tinitus
Verspannungen
Hormonstörungen
Schiefhals
Spinalkanalstenose
Chronische Blasenentzündung
Verdauungsprobleme
ADS/ADHS
Schulter & Nacken Probleme
Menstruationsprobleme
Kiefergelenksschmerzen
Schleudertrauma
Asthma
Schädelverformung nach der Geburt

Bandscheibenvorfall


GRENZEN DER OSTEOPATHIE

Es soll sicherlich nicht der Eindruck entstehen, dass die Osteopathie das Allheilmittel ist. Es ist auch selbstverständlich, dass eine osteopathische Behandlung nicht als Ersatz einer medikamentösen oder operativen Behandlung gesehen werden kann. Osteopathische Techniken versuchen die Abwehrkräfte des Patienten zu stärken und sollen synergetisch mit Pharmazeutika, homöopathischen Mitteln  usw., die den Krankheitserreger direkt bekämpfen, angewandt werden!         

Dazu ist eine gute Zusammenarbeit mit den Ärzten und anderen Therapeuten unerlässlich.